Das Sonar

Schallimpulse werden zum Meeresgrund gesendet, um den Boden auf beispielsweise ungewöhnliche Gegenstände abzutasten. An einem Computer an Deck werden die Messergebnisse des Sonars gespeichert und ausgewertet. So kann der komplette Meeresboden in dreidimensional auf einem Computer betrachtet werden und somit auch herausragende Steine oder Wracks sichtbar machen. Zuletzt war das FS Heincke mithilfe des Sonars auf der Suche nach gesunkenen Containern der „MSC Zoe“. Unter dem Schiff sind Sonarplatten, meist in fächerartigen Formationen, angeordnet und stoßen regelmäßig Schallimpulse zum Meeresgrund aus, die in verschiedenen Zeitabständen und in unterschiedlichen Winkeln wieder  vom Meeresboden reflektiert werden. Wenn der Schallimpuls zum Beispiel auf einen Stein trifft, ist die Entfernung kürzer, als wenn die Schallwellen auf den Meeresboden treffen. Dies wertet der Computer aus und animiert die Messergebnisse (s. Bild). Die verschiedenen gemessenen Tiefen werden in verschiedenen Farben auf dem Computer angegeben. Grün steht dabei für tieferes Gewässer wohingegen rot auf flacheres Gewässer hinweist.

Quelle: Marie Jakopaschke
Quelle: Marie Jakopaschke

So wurde am Abend bevor wir auf der Heincke waren, ein länglicher, 60 Meter langer Gegenstand auf dem Meeresgrund entdeckt. Nach mehreren Diskussionen, über die Frage, worum es sich bei diesem Gegenstand Handel könnte, gab es die Vermutung, dass der Gegenstand ein U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg sei. Auf Seekarten ist das Wrack jedoch nicht eingezeichnet. Dies könnte bedeuten, dass das U-Boot, sofern es eins ist, ein noch unentdecktes U-Boot ist und die Forscher der Heincke folglich die ersten wären, die dieses Wrack entdeckt haben.

So funktioniert das Sonar auf dem Forschungsschiff Heincke:

Die Schallimpulse des Sonars werden durch den sogenannte Fächerecholot gesendet. Dieser ist, wie auf der Abbildung, an der Unterseite des Schiffsrumpfes angebracht.

Quelle: https://www.wsa-weser-jade-nordsee.wsv.de/Webs/WSA/Weser-Jade-Nordsee/DE/Wasserstrassen/BauUnterhaltung/Peilwesen/peilwesen_node.html